Weitere Sparkassen kündigen Verträge mit dem Kreditkartenanbieter Visa
Mittwoch den 4.02.2009Der Streit um die Gebühren für Bargeldabhebungen mit Visa-Karten an Geldautomaten der Sparkassen spitzt sich offenbar zu, denn einige Sparkassen haben jetzt angekündigt, die Verträge mit dem Kreditkartenanbieter Visa komplett zu kündigen. Somit wären nicht mehr nur Kunden von Direktbanken betroffen, die mit ihrer Visa-Karte über die Geldautomaten ihre Bargeldversorgung erhalten, sondern alle Besitzer von Visa-Karten.
Nach einem Bericht der Webseite “stern.de“ hat die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe bereits einen entsprechenden Entschluss gefasst, nach dem ab dem 28.02.2009 Visa-Karten an den Automaten des Institutes ungültig werden. Weitere Sparkassen wollen offenbar folgen, hieß es weiter.
Die Sparkassen reagieren damit auf die niedrigen Gebühren, die sie für Bargeldabhebungen an ihren Geldautomaten erhalten, denn statt den üblichen 5 Euro erhielten die Institute gerade einmal 1,74 Euro pro Bargeldabhebung. Dies würde den Direktbanken nach Ansicht der Sparkassen einen großen Wettbewerbsvorteil bringen, da Sparkassenkunden um die 4,50 Euro zahlen müssten, wenn bei einem Konkurrenzunternehmen Bargeld mit einer EC-Karte abheben möchten.
Visa selbst will die Situation nach Aussage eines Unternehmenssprechers den Streit so schnell wie möglich beilegen, um weiteren schaden für die Marke Visa zu vermeiden. Ob es noch zu einer entsprechenden Lösung kommt, die alle zufrieden stimmt, scheint momentan jedoch recht fraglich.



