Tausende Kreditkarten geknackt – Schaden eher gering
Dienstag den 3.01.2012Dass die digitale Welt noch lange nicht so sicher ist, wie sie sein sollte, wird uns tagtäglich vor Augen geführt. Zumal findige Hacker es immer wieder schaffen, aufsehenerregende Attacken auf der Cyberwelt erfolgreich durchzuführen: ob aus wirtschaftlichen oder aus politischen Motiven. Sei es um die Webseiten von wichtigen Unternehmen oder staatlichen Behörden zu blockieren, Informationen von bekannten Firmen oder aber Daten von Privatpersonen zu stehlen und zu missbrauchen. Bereits Mitte 2011 hieß es, es sei das „Jahr der Hacker“, um es mit den Worten des Sprechers vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu sagen.
Pünktlich zum Jahresbeginn platzte die Meldung über die jüngste Hacker-Attacke. Israelischen Medien zufolge seien die Kreditkartendaten von Tausenden Israelis geknackt worden. Deren Namen, Anschriften, Telefon- und Identitätsnummern seien auf der Internetseite Pastebay .com für jedermann lesbar. Betroffen seien Kreditkarten von drei Unternehmen, die geknackten Karten seien aber bereits gesperrt worden. Laut Israels Zentralbank handele es sich um ca. 15.000 Karten. Wie zugleich zu erfahren war, hatte sich der Hacker gemeldet und erklärt, eine 30 MB große Datei geknackt und deren Inhalt (Kreditkartendaten von 400.000 israelischen Bürgern) ins Netz gestellt zu haben. Da die Karten größtenteils abgelaufen seien, wären darunter „nur“ 14.000 gültige Datensätze betroffen, so die Angabe des Isracard Chefs bei der Nachrichtenagentur Reuters.
Nach neuesten Meldungen handele es sich um rund 25.000 Kreditkartensätze. Inzwischen ist auch die Identität des Hackers gelüftet. Er sei ein Bürger der Vereinigten Arabischen Emirate, ein 19-jähriger Student, der sich OxOmar nennt und derzeit in Mexiko lebt, arbeitet und studiert. Er sei Mitglied der Hackergruppierung „Anonymous“, sein Ziel sei, die Kreditkartendaten von einer Million israelischen Bürgern zu sammeln und zu veröffentlichen. Die Sozialversicherungsnummern von einer Million Israelis habe er ja schon und wolle diese zum Teil publizieren. Er habe weitere Aktionen angekündigt, sein Motiv sei, die Reaktionen genießen zu können.



