SCHUFA-Auskunftsdaten laut Finanztest nicht immer korrekt
Mittwoch den 16.06.2010Wer heute einen Vertrag abschließen möchte, wird dabei fast immer über die SCHUFA oder eine andere Auskunftei geprüft, die feststellt, wie es um die eigene Bonität bestellt ist. Seit April ist es nun erlaubt, einmal jährlich kostenlos eine Selbstauskunft einzuholen, was die Redaktion von Finanztest in der Ausgabe 07/2010 dazu bewog, einen Test zu machen. Es wurden insgesamt zu 89 Testpersonen Daten abgefragt und das erschreckende Ergebnis zeigt an, dass lediglich bei 11 dieser Personen die SCHUFA-Daten auch tatsächlich richtig waren. Dazu kommt, dass nur bei ca. zwei Dritteln der Befragten der gewünschte Scorewert mitgeliefert wurde, wobei hier zwischen den Auskunfteien unterschieden werden muss, denn während die SCHUFA selbst immer den Score-wert mitlieferte, war dies bei infoscore, Deltavista und accumio nie der Fall.
Auch im Datenschutz weisen einige Auskunfteien Mängel auf
Weitere Probleme gab es im Hinblick auf den Datenschutz, denn gerade bei Auskunfteien wie Bürgel und infoscore konnten hatten Testpersonen die Möglichkeit, Scorings abzufragen, ohne einen Identitätstest zu durchlaufen, was im Ernstfall zu großen Problemen führen könnte. In Bezug auf die fehlerhaften Auskünfte bleibt zu sagen, dass vor allem auch laufende Kredite und Kreditkarten nicht angegeben wurden, wobei die SCHUFA als einzige Auskunftei überhaupt zu allen Personen Daten zur Verfügung stellen konnte. Es bleibt also noch einiges zu tun, damit die Bonitätsauskunft auch wirklich zu 100 Prozent den Tatsachen entspricht. Als Verbraucher hilft dabei nur regelmäßige Kontrolle end eventuelle Korrektur.



