Kreditkartendaten gehackt – fast 30.000 Kreditkarten gesperrt

Samstag den 17.12.2011

Informationen sind ein wertvolles Gut, vor allem, wenn es um sensible Daten geht. Dazu zählen insbesondere Zugangsdaten für Online-Banking und Kreditkarten-Daten. Werden sie gestohlen, ist das für den Betroffenen mit finanziellen Schäden und viel Ärger verbunden. Der Kunde muss den Online-Zugang oder die Kreditkarte sperren lassen und sich mithilfe der Bank oder der Kreditkartenorganisation um eine Lösung kümmern. So strikt der Einzelne alle bekannten Vorsichtsvorschriften auch befolgt, treffen kann es dennoch jedermann. Denn als Schwachstelle erweist sich oft nicht die Unachtsamkeit des Kreditkarteninhabers oder des Online-Banking Kunden, sondern viel mehr die „Sammelstelle“ der jeweiligen Daten.

Was hilft den Kreditkarteninhabern, ihre persönlichen Daten sorgfältig zu schützen, wenn diese bei einem Unternehmen gespeichert sind und eben in dieser Stelle „gehackt“ werden? Headlines wie „Sony erneut Opfer von Hacker Angriffen“ sind in unserer Zeit einfach an der Tagesordnung. Hinter jeder dieser Meldungen stecken in der Regel Tausende betroffene Kunden. In diesem Fall gilt das bekannte „Glück im Unglück gehabt“, denn hier muss sich die jeweilige „Sammelstelle“ bemühen, das Problem zu beheben, die Kunden müssen gar nichts tun, doch das betroffene Unternehmen umso mehr. Geht es bei den „gehackten“ Informationen um Daten von Tausenden Karteninhabern, müssen diese sofort gesperrt werden.

Meldungen serbischer Zeitungen vom 19. Dezember zufolge betraf der jüngste Fall rund 30000 serbische Kreditkarten, die serbische Banken gesperrt haben. Denn Hacker sollen die Daten der vom Mineralölunternehmen OMV herausgegebenen Kreditkarten (Visa und MasterCard) gestohlen haben. Die Schwachstelle sei das Bezahlen per Kreditkarte an OMV Tankstellen, daher seien auch Kreditkartenkunden aus anderen Ländern Europas zwischen Deutschland und der Türkei betroffen. Die Lösung des Problems obliegt nun dem in Wien ansässigen österreichischen Mineralölunternehmen OMV, über den die Kundendaten gehackt worden sein sollen. Laut OMV Sprecher speichere OMV keine sensiblen Kreditkartendaten und es liege nicht an mangelnder Systemsicherheit, doch die OMV sei bemüht, die Angelegenheit aufzuklären.