Kreditkarten Arten

Wer blick eigentlich noch durch bei der Menge an „Kreditkarten“ die auf dem Deutschen Markt erhältlich sind? Oftmals ist „Kreditkarte nicht gleich Kreditkarte“, da die Karten von den verschiedenen Bank Instituten mit sehr stark variierenden Leistungen ausgestattet werden und so die Kunden meist recht verwirrt sind. So ist z.B. nicht jede Karte mit einem Kreditrahmen versehen und damit im eigentlichen Sinne gar keine echte Kreditkarte sondern eine sogenannte Debit Card. Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Kartenarten, Einsatzmöglichkeiten und Abrechnungsverfahren.

Affinity Cards – Der Englische Begriff „Affinity“ bedeutet soviel wie „Neigung“ oder „Affinität“. Mit dieser besonderen Affinity Card zeigt der Besitzer z.B. seine Verbundenheit mit einem Sportclub beispielsweise die Hypovereinsbank FC Bayern München Card. Die Karten werden von Vereinen zusammen mit Banken meist für eine ganz bestimmte Zielgruppe herausgegeben, wobei das Geldinstituts meist nur als abwickelndes Unternehmen erscheint und das Symbol des herausgebenden Verbandes im Vordergrund steht.

Co-Branding-Card – Der Englische Begriff „Co-Branding“ bedeutet „Markenpartnerschaft“ zwischen zwei Unternehmen. In Verbindung mit einer Bank oder Kartenorganisation bieten oftmals Dienstleistungs- und Industrieunternehmen ihren Kunden diese Karten an. Vorteile einer Co-Branding-Karte sind neben dem weltweiten Einsatz auch die speziellen Leistungen des kooperierenden Unternehmens. Neben dem Herausgeber Firmenzeichen ( z.B. Visa ) erscheint auch das Logo des Unternehmens auf der Vorderseite der Co-Branding Kreditkarte. Beispiele für eine solche Karte sind die Daimler Chrysler Visa Card, American Express Douglas Card, ADAC Kreditkarte oder die bei Formel 1 Fans sehr beliebte Michael Schumacher Card.

Charge Cards – bei dieser Karte erhalten Sie einmal pro Monat eine Abrechnung über Ihre Kartenumsätze, die dann per Lastschrift in einer Summe von Ihrem Konto abgebucht werden. Ihre Einkäufe mit der Kreditkarte werden Ihnen teilweise erst einen Monat nach Kauf in Rechnung gestellt, so dass Ihnen ein leichter Zinsvorteil entsteht. Die Firmen American Express, Diners Club, fast alle Eurocards und viele VisaCards sind, wie die meisten in Deutschland herausgegebenen Karten, „Charge“ Karten. Der Englische Begriff „Charge“ bezeichnet eine „Gebühr“ oder etwas, was in Rechnung gestellt wird.

Debit Karte – Der Englische Begriff „Debit“ bezeichnet einen Schuldposten. Bei diesen Karten werden die Umsätze zeitnah von Ihrem Konto abgebucht, d.h. jeder Einkauf wird sofort Ihrem Girokonto belastet. Eine Debitcard wie z.B die Visa Electron Card bietet zwar die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, räumt dem Besitzer aber keinen Kreditrahmen ein. In Deutschland gilt als bekannteste Debit Karte die normale EC-Karte, welche außerhalb Europas allerdings kaum akzeptiert wird. Debit Cards sind immer nur in Verbindung mit einem Girokonto funktionsfähig und daher nicht als eigenständige Kreditkarte anzusehen.

EC-Karte – Deutschlands meist verbreiteteste Geld-Karte wurde bereits im Jahre 1972 als Scheckkarte eingeführt und konnte sich dann langsam aber sicher zu einem populärsten eigenständigen Zahlungsmittel entwickeln. Die EC-Karte ist eine Debit Karte und wird von den meistens Händlern in Europa akzeptiert. Die EC Karte kann auch als Kundenkarte genutzt werden mittels eines aufladbaren Chips, der es ermöglicht, sie als Geldkarte einzusetzen.

Geldkarte – Unter einer Geldkarte versteht man eine EC-Karte mit einem zusätzlich integrierten Chip, welcher durch Abbuchung vom Girokonto mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden und zur Zahlung auch von Kleinstbeträgen an Automaten und in Geschäften eingesetzt werden. Beim Kauf einer Ware oder Dienstleistung bei einem entsprechend eingerichteten Anbieter wird das Guthaben auf dem Chip um den zu zahlenden Betrag reduziert. Damit ist die Geldkarte keine Kreditkarte !

Kreditkarte – bei dieser Kartenart wird dem Kunden ein eigener Kreditrahmen eingeräumt wie z.B. die American Express Kreditkarten und einigen Visa Karten. Die Rechnungen können Sie entweder sofort oder schrittweise bezahlen wie bei einen Dispokredit. Nach der Registrierung seiner Daten erkennt ein Kunde die Zahlung durch seine Unterschrift an. Die Rechnungen werden ihm üblicherweise monatlich belastet.

Kundenkarte – ist eine von einem Unternehmen an seine Kunden ausgegebenen Karte, die in der Regel nur bei dem Unternehmen selbst als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Bei dieser Karte erfolgt die Abbuchung üblicherweise einmal im Monat. Vielfach wird eine Kreditkartenfunktion mit der Möglichkeit, gegen Berechnung von Zinsen in Raten zu zahlen, angeboten. Kundenkarten werden beispielsweise von Tankstellen und Kaufhäusern ausgegeben.