Kreditkarte der CDU-Fraktion als Zahlungsmittel im Bordell missbraucht

Mittwoch den 3.12.2008

Mittlerweile ist klar, dass der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer aus Rheinland-Pfalz, Markus Hebgen, offenbar mit der Kreditkarte der CDU-Fraktion Besuche in Edel-Bordellen bezahlt haben soll. Daraus scheint sich ein handfester Skandal zu entwickeln.

Hebgen, der mittlerweile schon wegen Untreue in einem anderen Fall zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, hat allerdings signalisiert, dass nicht nur er, sondern auch weitere Fraktionsmitglieder der CDU auf Kosten der Steuerzahler interessante Exkursionen in andere Lebenswelten unternommen haben. Dies bestätigte sein Anwalt, Thomas Spintig, wie „SPIEGEL ONLINE“ berichtete.

Markus Hebgen erweiterte den Sumpf jedoch noch, indem er öffentlich machte, dass im Landtagswahlkampf 2005/2006 Gelder mit einer Höhe von insgesamt 386.000 Euro für andere Zwecke ausgegeben wurden, als ursprünglich vorgesehen. Es soll sich dabei um eine Zahlung an eine Unternehmensberatung in Düsseldorf handeln, die der Vorbereitung parlamentarischer Initiativen gegolten habe. Die Fraktion bestreitet entsprechende Vorwürfe, jedoch kann dies unliebsame finanzielle Folgen für die CDU nach sich ziehen, wenn es sich letztendlich doch als wahr herausstellt.