Die Kreditkartenumsätze in den USA kränkeln weiter

Donnerstag den 5.02.2009

Einem Bericht von “fr-online.de” zufolge sieht es für die Kreditkartenindustrie in den USA weitestgehend düster aus, weil viele Kunden ihre Schulden nicht mehr zurückbezahlen können. Dies liegt offenbar hauptsächlich daran, dass in den USA über Jahre hinweg die Konsumausgaben mit der Kreditkarte bezahlt wurden und in der jetzigen Krise durch eine Destabilisierung der persönlichen finanziellen Situation vieler Menschen kein Geld mehr da ist, um die Rechnung zu begleichen.

Visa konnte zwar seine Umsätze im letzten Quartal immer noch um 35% auf 574 Millionen Dollar steigern, jedoch lag dies zum grüßten Teil an der besseren Geschäftslage in Europa und dem Rest der Welt. Die Zahlungsausfälle in der Branche sind laut einem Gutachten der Ratingagentur Fitch um 27% gefallen, was eine enorme Belastung für die Geschäfte der großen Kreditkartenherausgeber bedeutet.

Mittlerweile sei es so, dass viele Amerikaner die Kreditkarte lieber zu Hause ließen, um die Schuldenfalle nicht noch zu vergrößern, hieß es weiter. Die Zinsen für die Nutzung des eigenen Verfügungsrahmen seien zudem von 9 auf knapp 27% gestiegen. Man muss abwarten, ob sich die Situation bald wieder ändert. Für alle Beteiligten wäre es definitiv das Beste, wenn die Finanzkrise schnell ein Ende finden würde.