Die Kreditkarten Branche kriselt immer noch
Dienstag den 18.08.2009Im Geburtsland der Kreditkarten, den USA, zeigt sich nach wie vor kein stabiler positiver Trend, der aus der Krise führt. Viele Experten kündigen jedoch bereits an, dass sich durch eine insgesamt gestiegene Qualität der Darlehen die Lage spätestens zum Jahresende auf breiter Front verbessert. So erwiesen sich immer weniger Kredite bereits direkt nach dem Abschluss als notleidend, was allgemein als positiver Frühindikator gesehen werden könne, heißt es aus Analystenkreisen.
Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ musste einer der größten Kreditkartenverwalter, Credit One, jedoch einen Anstieg der abgeschriebenen Kredite von 9,73 auf 9,83% hinnehmen. Neben der hohen Arbeitslosigkeit im Zuge der Finanzkrise gibt es mittlerweile jedoch noch einen weiteren Grund, warum die Branche trotz der momentan respektablen Wachstumsraten einige Probleme hat.
Nach Meinungen von Analysten steht die Branche vor allem aufgrund der neuen Verbraucherschutzgesetze in den USA unter enormen Anpassungs- und Veränderungsdruck. Diese Gesetze verbieten nämlich zukünftig überhöhte Strafzinsen, die in der Vergangenheit einen merklichen Teil der hohen Gewinne in der Branche ausmachten. Mittlerweile beginnen die Anbieter in den USA wieder, Kreditkarten mit höheren Grundgebühren und generell höheren Zinsen zur Verfügung zu stellen, die jedoch im Vertrieb nicht so attraktiv sind. Nun bleibt abzuwarten, ob die Branche die Veränderungen durch die neuen Gesetze stemmen kann und welche Auswirkungen dies auf den europäischen Kreditkarten Markt hat.
Quelle: handelsblatt.com



