Ausgaberechte für Kreditkarten sollen erweitert werden

Montag den 16.02.2009

Die Bundesregierung plant offenbar eine Änderung des Zahlungsdiensteumsetzungsgesetzes, nach dem zukünftig auch Anbieter Kreditkarten ausgeben dürfen, die über keinerlei Banklizenz verfügen. Mit dieser Gesetzesänderung könnten also Kreditkarten ausgegeben werden, die nicht mehr der Finanzaufsicht unterliegen.

Nach Aussage von Finanzexperte Professor Udo Reifner würden hier die Möglichkeiten eröffnet, überhöhte Gebühren, Wucherzinsen und auch Zinseszinsen zu erheben, die am Ende zu einer raschen Überschuldung der Kreditkarteninhaber führen könne. Auch der DGB kann laut Aussage eines Sprechers nicht nachvollziehen, warum der Staat es in Kauf nimmt, dass aus der Abtretung der Gestaltungshoheit grobe Verschuldungsprobleme erwachsen können. Eine Mitteilung des Deutschen Bundestags gab Auskunft darüber, dass mit dieser Gesetzesänderung eine EU-Richtlinie umgesetzt würde.

Man darf gespannt sein, ob eine ungezügelte Kreditvergabe durch unkontrollierte Kreditkarten Anbieter wie in den USA auch hierzulande zu einer hohen Verschuldung führt, oder ob die Bürger der Versuchung im Großen und Ganzen widerstehen können.