Auch deutsche Kunden vom US-Datenklauskandal betroffen

Donnerstag den 29.01.2009

Offenbar gibt es erste Fälle von Kreditkartenmissbrauch in Deutschland, die auf den großen Datendiebstahl bei Heartland Payment Systems in den USA zurückzuführen sind. Einem deutschen Kunden wurden nach einem Bericht von „welt.de“ 2.300 Dollar durch Einkäufe in den USA vom Kreditkartenkonto abgezogen, obwohl er im Jahr 2002 zum letzten Mal die USA besucht hatte. Dieses Problem konnte nach einer kurzen Rücksprache mit dem Service von MasterCard jedoch geklärt werden und das Geld wurde kurze Zeit später anstandslos erstattet.

Man geht zwar von Seiten der Kreditkarten Herausgeber davon aus, dass in Europa nur eine geringe Menge an Kreditkartenkunden betroffen ist, aber man sollte als Kunde trotzdem genau aufpassen, welche Umsätze auf der eigenen Kreditkartenabrechnung auftauchen. Heartland Payment Systems gab mittlerweile zudem bekannt, dass wohl keiner Pin-Nummern gestohlen worden sind, was immerhin nicht autorisierte Bargeldabhebungen ausschließt.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät dazu, auch kleinere Beträge auf der eigenen Kreditkartenabrechnung genau zu prüfen und bei einem unsicheren Gefühl die Klärung mit dem Herausgeber zu suchen. Auf diesem Weg ist es nämlich möglich, den Schaden gering zu halten und eine Erstattung zu erhalten. Auch eine Betrugsanzeige bei der Polizei sei ein guter Schritt, hieß es weiter.