130 Millionen Kreditkarten Daten wurden in den USA geklaut

Mittwoch den 19.08.2009

In den USA ist vor kurzem der größte Kreditkartenbetrug der Geschichte aufgedeckt worden. Ein 28jähriger Hacker soll über einen längeren Zeitraum hinweg über 130 Millionen Kreditkarten Daten gestohlen haben, um sie an Kriminelle aus dem Ausland zu verkaufen, die diese wiederum in betrügerischer Absicht nutzen wollten. Laut Informationen von „spiegel.de“ droht dem Hacker nun der Prozess, der bei einer Verurteilung zu einer Haftstrafe von bis zu 20 Jahren führen kann. Der Hacker habe zudem zwei Komplizen, die jedoch in der Nähe oder sogar in Russland wohnten, hieß es weiter.

Der Trick der Hacker habe stets darin gelegen, Sicherheitslücken in SQL-Datenbanken auszunutzen und so an die Kreditkarten Daten zu gelangen. Darüber hinaus sei die Technik der Täter in diesem Fall äußerst ausgefeilt gewesen, so dass sie geschickt die Sicherungssysteme umgehen konnten. Mit dem Täter, der früher sogar für den amerikanischen Geheimdienst gearbeitet haben soll, ist den Ermittlungsbehörden ein notorischer Hacker ins Netz gegangen, der bereits weitere Delikte in diesem Bereich vorzuweisen hat.

Es bleibt abzuwarten, wie der Prozess gegen den 28jährigen Täter ausgehen wird, wobei eine Verurteilung als relativ sicher zu bezeichnen ist. Ob dabei das Starfmaß voll ausgereizt ist, oder ob es Aspekte gibt, die die Strafe mildern, ist bis dato noch nicht bekannt.

Quelle: spiegel.de